| Die ETUSIS-Stiftung ist eine gemeinnützige, in Namibia ansässige Organisation, die zum Schutz des Hartmann-Bergzebras (equus zebra hartmannae) gegründet wurde. Die Stiftung befasst sich mit der Erhaltung dieser gefährdeten Zebra-Art. Die ETUSIS-Stiftung wurde von Volker, Susanne und Per Ledermann auf der Farm ETUSIS, die jetzt ein privates Wildschutzgebiet ist, im Jahre 1998 gegründet, als offenbar wurde, dass der Bestand des Hartmann-Bergzebras in allen Ländern, in denen diese Spezies bisher vertreten war, rasant zurückging. Bereits vor Gründung der Stiftung untersuchte Volker Ledermann Lebensräume, Verbreitungsdichte und Migrationswege des Hartmann-Bergzebras in dem ETUSIS-Wildresevat und in anderen Gebieten. Im Rahmen dieses Vorhabens wurden auch Faktoren wie Größe der Territorien, interaktive Verhaltensweisen, Einfluß auf die Haltung von Nutztieren, Verbandgrößen u.ä. analysiert. Schon vor Gründung der ETUSIS-Stiftung wurden diese Projekte von Gästen der ETUSIS-Lodge unterstützt.
Da der Bedarf an Informationen über das Hartmann -Bergzebra, an Weiterbildung, Forschung, Aufklärung und Schutz jedoch ständig steigt, konnte die Finanzierung nicht ausschließlich durch die Inhaber und Gäste der ETUSIS-Lodge gesichert werden und die ETUSIS-Stiftung zum Schutz des Hartmann-Bergzebras wurde gegründet. Sie ist heute eine separate Einrichtung auf der ETUSIS-Lodge und engagiert sich vor allem für die Beschaffung finanzieller Mittel zur Unterstützung ihrer Projekte.
In diesem Zusammenhang bietet die
Stiftung auch fundierte Beratung und Aufklärung der betroffenen Farmer an.
Direktoren: Volker D. Ledermann (Präsident), Prof. Dr. Ewald Isenbügel.

Hintergrund
Das Hartmann-Bergzebra hat seinen Lebensraum hauptsächlich in Namibia, Angola und Süd-Afrika, wobei insbesondere in Namibia und Süd-Afrika ein Teil der Tiere in staatlichen und privaten Parks bzw. Reservaten lebt, vor allem im Namib-Naukluft-Park und teilweise in der Etosha-Pfanne, wo sie sich auch in Konkurrenz mit Steppen-Zebras befinden und die Gefahr der Übertragung von Tierkrankheiten groß ist. Die namibischen Farmen sind eigentlich das ideale Habitat und insbesondere aufgrund der Größe der Farmen im Land und der Möglichkeit der einigermaßen ausgedehnten Migrationen beherbergt Namibia heute die größte Population des Hartmann-Bergzebras weltweit.
Leider lebt das Hartmann-Bergzebra in direktem Konflikt mit den Viehbeständen auf den Farmen, da sie direkte Futter-Konkurrenten sind, was durch die extreme Trockenheit in vielen Gebieten Namibias natürlich noch an Bedeutung gewinnt. Deswegen werden auch mehr und mehr Hartmann-Bergzebras legal oder illegal abgeschossen oder auf andere Weise vom Farmland verdrängt, wodurch verständlicherweise ihre Besatzdichte und Verteilung stark beeinträchtigt wird. Dazu kommt noch, dass sich der verfügbare Lebensraum durch den menschlichen Bevölkerungszuwachs, die Ausbreitung der Siedlungsräume durch den Menschen, den zunehmenden Tourismus - insbesondere im Kaokoveld - und die zunehmende wildsichere Einzäunung von Wildfarmen immer weiter eingeschränkt wird. Auf den Wildfarmen selbst sind die Hartmann-Bergzebras auch häufig mehr oder weniger nur geduldet, da sie im Abschuss beschränkt und für den Jäger eher uninteressant sind und dort eher die Haltung von außergewöhnlichen Antilopenarten bevorzugt wird.
Bedingt durch die fortschreitende Verarmung insbesondere einiger Bevölkerungsgruppen hat auch die Wilderei in den letzten Jahren stark zugenommen und da das Hartmann-Bergzebra eine vergleichsweise große Fleischmenge bringt, ist es ein beliebtes Objekt für die Wilderer geworden und wird nicht nur häufig abgeschossen, sondern auch in Fallen - insbesondere Schlingen - gefangen. Natürlich gibt es die Möglichkeiten, die Futterkonkurrenz durch das Hartmann-Bergzebra auf Farmland einzuschränken. Elektrozäune können nur für relativ kleine Gebiete sinnvoll sein, aber z.B. der Einsatz von Hirten bewirkt verständlicherweise einen guten Schutz, da die Anwesenheit von Menschen immer eine abschreckende Wirkung auf Wildtiere hat, allenfalls mit Ausnahme von alten Wildschutzgebieten. Die Wildtiere, also auch das Hartmann-Bergzebra, versuchen daher, Gebieten, in denen sich Menschen aufhalten, auszuweichen, insbesondere, wenn diese von Hunden begleitet werden.

Ziele der ETUSIS-Stiftung:
Das wichtigste Ziel der ETUSIS-Stiftung ist die Schaffung von kurz-, mittel- und langfristigen Lösungen zum Schutz des Hartmann-Bergzebras in vorwiegend land- wirtschaftlich oder touristisch genutzten Gebieten.
Das kann insbesondere geschehen durch:
* Aufklärung der Farmer
* Einrichtung von Schutzgebieten
* Unterstützung der Farmer, um zu erreichen, dass die exzessive
Bejagung eingestellt wird
* Zusammenarbeit mit Zoos, Universitäten und Organisationen, die der unseren in der
Zielsetzung ähnlich sind
* das Aufziehen und Auswildern von verwaisten Jungtieren
* die Unterstützung des staatlichen Überwachungsprogramms
* die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen sowie der Öffentlichkeit und
staatlichen Instanzen über die Wichtigkeit der Erhaltung gefährdeter Tierarten.
Da sich der Sitz der ETUSIS-Stiftung auf der ETUSIS-Lodge befindet, haben wir die Möglichkeit, auch Ausländer über unser Projekt zu informieren und mehr Sensibilität in der Öffentlichkeit zu schaffen. Wir beabsichtigen auch, Hartmann-Bergzebras mit Funksendern auszustatten, um die Migration besser zu erforschen und zu überwachen. Presse-Notizen sollten die Öffentlichkeit auf die zunehmende Gefährdung des Hartmann-Bergzebras hinweisen.
Natürlich sind wir für jedwede Unterstützung unserer Projekte dankbar.
Bankverbindung:
First National Bank Karibib, Namibia
Konto Nr. 62001719642
Warum hat das Zebra Streifen ?
Diese Frage wurde uns schon sehr häufig gestellt und auf diese Frage gibt es eine Vielzahl von Antworten, von denen allerdings wohl keine wissenschaftlich wirklich erwiesen ist. Hier finden Sie einige Theorien:
Es ist möglich, dass die unruhigen Muster aus schwarzen und weißen Streifen Angreifer verwirren und ablenken.
Das Streifenmuster dient als Artenerkennung: bei allen Zebraarten sind die Streifen unterschiedlich.
Das Streifenmuster dient, auch weil sich die Gesichtszeichnungen aller Zebras unterscheiden, zur Identifikation innerhalb oder außerhalb der Gruppe.
Das Streifenmuster dient dem Fohlen zusätzlich zur Erkennung der Mutter – das Fohlen läuft ja meist hinter der Mutter her und da die Streifenmuster sich insbesondere bei der Ansicht von hinten unterscheiden entstand diese Theorie.
Die Streifenmuster würden die Bindung der Mitglieder einer Gruppe verstärken.
Das Streifenmuster schützt das Zebra vor schädlichen Insekten, da diese Krankheitsüberträger ungern auf derart unruhigen Oberflächen landen.
Die schwarzen und weißen Streifen dienen zur Kühlung, da sich Schwarz und Weiß unterschiedlich aufheizen und sich hierdurch leichte Luftströmungen entwickeln.
Das an sich auffallende Streifenmuster dient im Habitat der Zebras als Tarnfärbung. Tatsächlich sind kleine Zebragruppen häufig schwer zu erkennen, solange sie bewegungslos stehen bleiben.
Möglicherweise gibt es noch andere Erklärungen. Aber – wie gesagt – erwiesen ist keine davon und für jede gibt es auch gute Gegenargumente. Möglich ist auch, dass mehrere dieser Theorien zusammenwirken.
Aber zum Trost sei es gesagt: es gibt eine Vielzahl von noch völlig ungeklärten Geheimnissen in der Tierwelt – und immer wieder werden welche davon ganz plötzlich und unerwartet geklärt. Sollte dies beim Zebra bezüglich der Streifenbildung zutreffen, werden wir uns bemühen, dies kurzfristig zu veröffentlichen !
Die neusten Forschugen haben ergeben, dass das Hartmann Mountainzebra genetisch 100 %ig mit dem südafrikanischen ( Kap) Berg - Zebra übereinstimmt, d.h. es handelt sich um eine Rasse, nicht wie bisher angenommen um zwei.
Die Tatsache, dass das südafrikanische Berg-Zebra kleiner ist, ist aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurück zu führen, dass es über lange zeit anderen, schwierigeren Lebensumständen, wie z.B. Nahrung, Klima usw. ausgesetzt war.
Population ecology of Hartmann’s mountain zebra
PI: Prof. L.M. Gosling
Mountain Zebra Project, c/o Namibia Nature Foundation, Windhoek, Namibia.
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http://www.nnf.org.na/NNF_pages/mountainzebraproject.htm
III MOUNTAIN ZEBRA (EQUUS ZEBRA)
(Achim Winkler & Jaroslav Zima)
Hans Klingel über die soziale Organisation und Verhaltensweisen von Hartmann-und Bergzebras (Equus zebra hatmann und E.z.zebra)
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Operation im Busch  
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