| There are no translations available.
Das nun wieder hinter uns liegende Halbjahr war wieder einmal gekennzeichnet durch eine sehr ertragsreiche Regenzeit, die dazu geführt hat, dass der Wildbestand sich weiter vergrößert hat und Pferde sowie Rinder auch keinen Mangel litten.
Allerdings muss angemerkt werden,
dass der viele Regen natürlich auch gewissen Nachteile mit sich bringt: nicht nur, dass die "Gravelpads" stark leiden, was besonderes auf ETUSIS wegen der 16 km auf der Farmpad zu erheblich mehr Aufwand führt, um die Schäden zu beheben. Und natürlich, da sich aufgrund des guten Regens der Dornbusch sehr gut entwickelt und früher offene Flächen jetzt
z.T. stark zugewachsen sind und das Wild sich besser verstecken kann.
Auch dies gilt insbesondere für ETUSIS, da wir ja auf DORNHÜGEL schon immer entbuscht haben und es große offene Flächen gibt: hier also sieht man deutlich mehr Wild als in den früheren Jahren, und das Wild ist auch vertrauter geworden.
Auch ganz gemütlich an der Bar kann man, jedenfalls auf DORNHÜGEL, das Wild an der Wasserstelle am "Schweineposten" sehen: wir haben dort eine "WebCam" installiert, die 24 Stunden am Tag Bilder von dort überträgt.
Nun ist es also möglich, auch während der Dunkelheit alles zu beobachten und der Anblick von z.B. Leoparden, ist immer wieder möglich. Eine entsprechende Anlage wird es in Kürze auch auf ETUSIS geben. Dort installieren wir derzeit auch ein "Solar-Kraftwerk ", das nicht nur die Lodge mit Elektrizität versorgen soll, sondern auch größten Teils von uns verkauft wird.
Leider gibt es im Land - wohl durch die Wirtschaftsflaute in großen Teilen der Welt bedingt - stark zurück gehende Tourismus-Zahlen , was zur Problemen von Lodges und anderen Übernachtungsstätten führt - und dies sogar an der bisher stark ausgelasteten Küste. Zum Glück sind sowohl ETUSIS wie auch DORNHÜGEL hiervon nicht betroffen - im Gegenteil erwarten wir in diesem Jahr etwa 50% mehr Gäste als im Vorjahr.
Letzteres hat auch dazu geführt, dass wir nun mit deutlich anspruchsvollerem Personal arbeiten - auf ETUSIS spricht inzwischen jeder englisch und jeder kann auch schreiben, sodass die Angestellten gut gerüstet sind für eine noch bessere Auslastung der Lodge.
Auch der Pferdebetrieb entwickelt sich weiter: unsere neue "Pferdefrau", Gisela, auch Gisi genannt, kümmert sich sehr aktiv darum. Sie ist eine Deutsche, in Angola und Namibia aufgewachsen und nach einem 12-jährigen Aufenthalt in Deutschland nun in ihr "Lieblingsland" zurück gekehrt, um sich ihrer Lieblingsbeschäftigung zu widmen. Pferdenarren mag es interessieren, dass man auf ETUSIS nun auch auf Tennesee-Walkern reiten kann, welche den "running walk", d.h. eine ähnliche Gangart wie der Tölt der Basothos - und in Europa z.B. der Island-Pferde - beherrschen.
In den letzten Wochen ist es in Namibia recht kalt geworden, sogar auf ETUSIS hatte es gelegentlich leichten Nachtfrost gegeben, aber dafür sind die Tage unter strahlender Sonne sehr angenehm. Und wir hoffen - siehe oben - dass wir bald auch den beliebten Pool beheizen könnten.
Ganz kurz möchten wir auch das von uns ins Leben gerufene Schülerheim in Grootfontein erwähnen. 
Es entwickelt sich sehr gut, und die dort aufgenommenen Kinder können nun regelmäßig am Schulunterricht teilnehmen und sind dann nur an den Wochenenden und in den Ferien zuhause auf den Farmen, die weit von den Schulen entfernt sind, dass diese Kinder sonst oft überhaupt nicht in die Schulen gehen könnten. Wer mal auf DORNHÜGEList, sollte die Gelegenheit nicht verpassen, das lustige Völkchen in Grootfontein zu besuchen. |